Sulzbach

Fast alle Vorfahren der Gingelmaier und Lumpp stammen aus Sulzbach und der näheren Umgebung. Am 1. Januar 1971 wurde dieses Dorf im Zuge der Kreisreform in Malsch eingemeindet.
Heute hat es ca. 900 Einwohner.
Seine günstige Lage, hoch über dem früher sumpfigen Bruchgelände an der Vorbergzone des nördlichen Schwarzwalds zwischen Rastatt und Karlsruhe wurde früh entdeckt.

Sulzbach, von der Höhe des Scheunenberges aus gesehen.
Am Horizont die nördlichen Ausläufer der Vogesen

Obwohl noch keine systematischen Grabungen durchgeführt wurden, kann man von einer frühen Besiedlung, wahrscheinlich schon zur Keltenzeit, ausgehen. Aus den ersten Jahrhunderten n.Chr. ist eine Jupitersäule und Mauerwerk an der alten Römerstrasse erhalten.
Nach dem Alemannensturm und später in der Frankenzeit war der Platz wahrscheinlich ebenfalls besiedelt.
1115 wurde Sulzbach zum ersten Mal urkundlich erwähnt, und zwar im  Zusammenhang mit einer Schenkung an das Klosterreichenbach im Murgtal.

Im Reichenbacher Schenkungsbuch begegnet uns der fast einmalige Glücksfall, dass dieses Verzeichnis in zwei ähnlichen und trotzdem unterschiedlichen Handschriften vorliegt. Beide Bücher sind in einem zeitlichen Abstand von etwa 50 Jahren entstanden. Die erste Fassung entstand wohl ab 1099; die zweite Handschrift zwischen 1143 und 1152.

Aus dem Text geht hervor, dass der Edelfreie Luitfried seine in der Grafschaft Forchheim gelegenen Besitzungen, nämlich das um seine Burg angelegte „Dörflein im Bruch" (das damals noch namenlose Bruchhausen), den Ort Rumilnisbach (heute Rimmelsbacher Hof), seine Besitzungen in Ouneswilare (Ettlingenweier) nebst den ihm zustehenden Rechten an der dortigen Kirche, sowie das Dorf Sulzbach mit seiner ganzen Gemarkung an das Kloster gegeben hat.
Luitfried war ein Edelfreier aus der Gefolgschaft Reginbodos. Er hatte innerhalb der Mark Ettlingen, auf einem relativ schmalen Streifen vom sumpfigen Bruch ausgehend bis auf die Albhochfläche einen „Weiler im Sumpf", sowie die Siedlungen Rimmelsbach und Sulzbach angelegt.
Reginbod war Graf von Malsch. Er gründete z.B. Stupferich, dessen Kirche bis heute den gleichen Schutzpatron wie Malsch hat, nämlich St. Cyriak, ein Name, der sich auch in unserer Ahnentafel wiederfindet.

Wir danken Herrn Gerhard Bullinger aus Malsch, dass er uns so großzügig seine Forschungen zur Verfügnung gestellt hat.
Weitere Informationen zu Sulzbach finden sich unter:

http://www.heimatfreunde-malsch.de/sultz.htm

Die Abbildung der Urkunde stammt ebenfalls aus dieser Website. Sie wurde dort mit der Erlaubnis des Stiftarchivs des Benediktinerstftes St. Paul in Lavanttal in Kärnten/Österreich abgebildet.

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